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Körperliche und mehrfache Beeinträchtigung

02:27

Auf den Punkt gebracht

Eine körperliche Beeinträchtigung ist eine länger dauernde Einschränkung von Körperfunktionen, etwa der Bewegung. Von einer mehrfachen Beeinträchtigung spricht man, wenn mehrere Beeinträchtigungen zusammenkommen, zum Beispiel körperliche und intellektuelle. Ob daraus im Alltag eine Behinderung wird, hängt auch von Barrieren in der Umwelt ab.

Was bedeutet körperliche und mehrfache Beeinträchtigung?

Eine einheitliche Definition von Behinderung gibt es in Österreich nicht. Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz versteht darunter laut dem amtlichen Portal oesterreich.gv.at die Auswirkung einer nicht nur vorübergehenden körperlichen, intellektuellen oder psychischen Funktionsbeeinträchtigung oder einer Beeinträchtigung der Sinnesfunktionen, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren kann. Nicht nur vorübergehend heißt voraussichtlich länger als sechs Monate.

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Österreich gilt, betont die Wechselwirkung mit Barrieren. Behinderung ist damit keine bloße Eigenschaft einer Person, sondern entsteht im Zusammenspiel von Beeinträchtigung und Umwelt.

Bei einer Mehrfachbehinderung bestehen mehrere Beeinträchtigungen gleichzeitig. Ein Beispiel ist die Zerebralparese, die vor allem die Bewegung betrifft. Manche Kinder mit Zerebralparese haben zusätzlich eine intellektuelle Beeinträchtigung, Seh- oder Hörstörungen oder Anfallsleiden.

Wer begleitet Menschen mit körperlicher oder mehrfacher Beeinträchtigung?

Zu den begleitenden Gesundheitsberufen gehören Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Diese Berufe zählen in Österreich zu den gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen.

Physiotherapie fördert Beweglichkeit, Kraft und Koordination, auch mit Gehhilfen, Schienen oder Orthesen. Ergotherapie unterstützt bei Alltagstätigkeiten, berät zu Hilfsmitteln und hilft, Wohn-, Arbeits- oder Lernumgebungen anzupassen, damit Barrieren kleiner werden. Logopädie begleitet bei Sprache, Sprechen und Schlucken und setzt bei schweren Sprechstörungen unterstützte Kommunikation ein. Bei der Zerebralparese nennt das MSD Manual diese drei Therapien als Hilfe für eine möglichst gute Entwicklung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (7)