Verdauungsbeschwerden ist ein Sammelbegriff für Beschwerden rund um Magen und Darm, etwa Völlegefühl, Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall. Gelegentliche Beschwerden vergehen oft von selbst. Bestimmte Warnzeichen wie Blut im Stuhl oder ungewollter Gewichtsverlust gehören aber ärztlich abgeklärt.
Was sind Verdauungsbeschwerden?
Der Begriff ist kein fest umrissener Fachausdruck. Laut MSD Manual verwenden verschiedene Menschen das Wort „Verdauungsstörung“ für ganz unterschiedliche Beschwerden. Fachleute fassen Schmerzen und Beschwerden im Oberbauch wie Magenschmerzen, Völlegefühl und Sodbrennen als Dyspepsie zusammen, wörtlich „Fehl-Verdauung“. Viele ihrer Ursachen haben trotz des Namens nichts mit der Verdauung der Nahrung zu tun.
Welche Beschwerden gehören dazu?
Beim Sodbrennen fließt Magensaft in die Speiseröhre zurück und verursacht einen brennenden Schmerz, der hinter das Brustbein ausstrahlen kann. Blähungen zeigen sich als Aufstoßen, geblähter Bauch oder vermehrter Windabgang. Von Verstopfung spricht man, wenn der Stuhl seltener als gewohnt oder nur erschwert entleert wird. Durchfall bedeutet in der Regel mindestens dreimal in 24 Stunden sehr weichen oder flüssigen Stuhl.
Auslöser können eine große Mahlzeit, Alkohol, Medikamente oder eine Infektion sein, ebenso Erkrankungen wie die Refluxkrankheit. Kehren Oberbauchbeschwerden immer wieder, ohne dass sich eine organische Ursache findet, sprechen Fachleute von funktioneller Dyspepsie oder Reizmagen. Wiederkehrende Bauchschmerzen mit verändertem Stuhlgang beschreibt der Begriff „Reizdarmsyndrom“.
Wann sollten Verdauungsbeschwerden ärztlich abgeklärt werden?
Bei Oberbauchbeschwerden gelten laut MSD Manual Appetitverlust, Übelkeit oder Erbrechen, Gewichtsverlust, Blut im Stuhl sowie Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Schlucken als Warnzeichen. Bei Durchfall sind blutiger oder schwarzer Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust und fehlende Besserung nach 48 Stunden ein Grund für einen Arztbesuch, bei Verstopfung Schmerzen oder Blutungen beim Stuhlgang. Weil Durchfall viel Flüssigkeit kostet, sollten Babys, Kleinkinder und ältere Menschen damit laut Gesundheitsportal immer ärztlich vorgestellt werden.
Plötzliche Oberbauchbeschwerden mit Kurzatmigkeit, Schwitzen oder Herzrasen können laut MSD Manual auf eine akute Durchblutungsstörung des Herzens hinweisen. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt muss sofort die Rettung unter 144 gerufen werden.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.
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