Sportphysiotherapie ist ein Spezialgebiet der Physiotherapie für sportlich aktive Menschen, vom Freizeit- bis zum Leistungssport. Das Fach befasst sich mit der Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation von Sportverletzungen und Überlastungsschäden.
Was ist Sportphysiotherapie?
Sportphysiotherapie verbindet Physiotherapie mit den Anforderungen einzelner Sportarten. Sportverletzungen entstehen entweder durch ein akutes Ereignis wie einen Sturz oder Schlag oder durch wiederholte Überlastung. Häufige Ursachen sind etwa falsches Training, zu wenig Erholung, ungeeignete Ausrüstung und Leistungsdruck.
Laut Physio Austria erstellen Sportphysiotherapeut:innen auf Basis einer Analyse der Sportart und von Leistungstests Trainingspläne. Trainiert werden Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und typische Bewegungsabläufe der Sportart, mit dem Ziel, wieder voll wettkampffähig zu werden.
Ein Beispiel ist die Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss, die mehrere Monate dauert und unter physiotherapeutischer Anleitung in Phasen abläuft. Nach einer Kreuzband-Operation gilt ein voller Wiedereinstieg in den Leistungssport erst nach Rücksprache mit den Therapeut:innen als sinnvoll, und nur, wenn das Knie schmerzfrei und stabil ist. Außerdem sollte das operierte Bein fast wieder so kräftig sein wie das gesunde.
Wie hat sich das Fach entwickelt?
In Österreich gründeten Sportphysiotherapeut:innen 1996 eine erste Interessengemeinschaft. 2001 entstand ein internationaler Fachverband für Sportphysiotherapie, Österreich war Gründungsmitglied. 2005 wurden internationale Kompetenzen und Standards für das Fach beschlossen und 2025 überarbeitet.
Wer bietet Sportphysiotherapie in Österreich an?
Sportphysiotherapie bieten Physiotherapeut:innen mit entsprechender Weiterbildung an. Beim Berufsverband Physio Austria gibt es dafür eine Akkreditierung in drei Stufen, die Berufserfahrung und Weiterbildung voraussetzt. Das Modell wurde 2021 vom internationalen Fachverband genehmigt.
Was ist bei einer akuten Sportverletzung zu tun?
Bei einer frischen Sportverletzung gelten als erste Maßnahmen eine Belastungspause, Kühlen, Kompression und Hochlagern. Danach gehört die Verletzung ärztlich abgeklärt.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.
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