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Ortho-Bionomie

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Auf den Punkt gebracht

Ortho-Bionomie ist eine sanfte Form der Körperarbeit mit bequemer Lagerung, leichten Bewegungen und behutsamen Berührungen. Begründet hat sie der Osteopath Arthur Lincoln Pauls. In den medizinischen Literaturdatenbanken finden sich bisher keine Studien zu ihrer Wirksamkeit.

Was ist Ortho-Bionomie?

Ortho-Bionomie arbeitet mit sanften Bewegungen, bequemer Lagerung, kurzem Druck und leichten Berührungen, ohne Kraft und ohne Schmerz. So beschreibt es die Society of Ortho-Bionomy International, die internationale Gesellschaft der Methode. Die Idee dahinter erklärt die österreichische Schule so: Wird eine eingenommene Schonhaltung vorsichtig verstärkt, soll der Körper sie bemerken und die Spannung selbst lösen. Die Dauer einer Sitzung schwankt: Die internationale Gesellschaft nennt etwa eine Stunde, die österreichische Schule 15 bis 90 Minuten. Behandelt wird in bequemer Kleidung.

Woher kommt die Ortho-Bionomie?

Arthur Lincoln Pauls lebte von 1929 bis 1997. Laut der österreichischen Schule wurde er in Kanada geboren und arbeitete in den 1960er-Jahren in London als Judolehrer. Über Verletzungen seiner Schüler kam er zur Osteopathie und ließ sich darin ausbilden. Dabei stieß er auf die Lehre von Lawrence Jones, der beschrieben hatte, dass schon eine bequeme, schmerzfreie Lagerung Verspannungen lösen kann.

Ab 1976 unterrichtete Pauls laut der internationalen Gesellschaft in den USA. Schulen in Europa entstanden laut der österreichischen Schule ab Anfang der 1980er-Jahre.

Was sagt die Forschung?

Wissenschaftliche Studien zur Ortho-Bionomie sind in den medizinischen Literaturdatenbanken nicht zu finden. Die medizinische Literaturdatenbank PubMed liefert zum Suchbegriff keinen einzigen Treffer (Stand Oktober 2026). Ob und wobei die Methode hilft, ist damit nicht untersucht.

Wer darf Ortho-Bionomie in Österreich anwenden?

Laut der österreichischen Schule braucht es dafür einen passenden Grundberuf, etwa als Masseur:in oder Physiotherapeut:in, oder eine auf Ortho-Bionomie eingeschränkte Gewerbeberechtigung für Massage. Eine solche Einschränkung auf einzelne Techniken ist laut Wirtschaftskammer beim individuellen Befähigungsnachweis möglich. Beschwerden sollten laut der österreichischen Schule vor einer Sitzung medizinisch abgeklärt sein. Gewerbliche Masseur:innen arbeiten ausschließlich vorbeugend am Gesunden. Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (10)