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Meridiane

02:09

Auf den Punkt gebracht

Meridiane sind nach der Traditionellen Chinesischen Medizin Bahnen, entlang derer sich die Lebensenergie Qi im Körper ausbreitet. Auf ihnen liegen die Akupunkturpunkte, die bei Akupunktur, Akupressur oder Moxibustion gereizt werden. Wissenschaftlich nachweisen ließen sich Meridiane bisher nicht.

Was sind Meridiane?

Meridiane sind ein Begriff der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für Leitbahnen im Körper. Sie teilen die Körperoberfläche in Längsstreifen, ähnlich den Meridianen auf der Erdkugel, also den Längenkreisen. Das Wort stammt vom lateinischen „meridianus“, eigentlich Mittagslinie.

Nach der chinesischen Lehre verbindet das Meridiansystem die Körperoberfläche mit dem Körperinneren, sodass Reize von außen innen wirken sollen. Unterschieden werden unter anderem zwölf Hauptleitbahnen, die je einem Organsystem zugeordnet sind, und acht „außerordentliche Gefäße“. Daneben gibt es weitere Meridiansysteme.

Was sind Akupunkturpunkte?

Akupunkturpunkte sind die Stellen entlang der Meridiane, die mit Nadeln, Druck oder Wärme gereizt werden. Wie viele es gibt, wird unterschiedlich angegeben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2008 einen Standard veröffentlicht, der die Lage von 361 Punkten festlegt. Anlass war ein Bericht, wonach sich Behandelnde bei den verwendeten Akupunkturpunkten um bis zu ein Viertel unterschieden. Um einen Punkt zu finden, werden Strecken am Körper, etwa zwischen bestimmten Gelenken, in gleiche Teile geteilt. Das MSD Manual spricht dagegen von mehr als 2000 Punkten.

Gibt es Meridiane wirklich?

Versuche, die Meridiane wissenschaftlich nachzuweisen, sind bisher gescheitert. Innerhalb der TCM gibt es zudem verschiedene „Landkarten“ der Meridiane und keine einheitliche Festlegung. Auch ob die genauen Punkte für die Wirkung einer Akupunktur nötig sind, ist offen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (6)