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Affirmationen

02:26

Auf den Punkt gebracht

Affirmationen sind positiv formulierte Sätze über die eigene Person, die man sich immer wieder vorsagt, etwa „Ich bin ein liebenswerter Mensch“. Viele Menschen halten sie für hilfreich, gute Belege für ihre Wirkung fehlen aber. Bei geringem Selbstwert können sie die Stimmung sogar verschlechtern.

Was sind Affirmationen?

Das Wort geht auf das lateinische „affirmatio“ zurück, das „Versicherung, Beteuerung“ bedeutet. Bildungssprachlich steht Affirmation für das Bejahen und Zustimmen, also für eine Aussage mit positivem, bejahendem Inhalt. Im Alltag sind damit oft positive Sätze gemeint, die man sich selbst vorsagt.

Solche positiven Selbstaussagen sind verbreitet. In einer Befragung gaben viele Menschen an, sie zu nutzen und für wirksam zu halten.

Was zeigt die Forschung?

In zwei Experimenten an der Universität Waterloo in Kanada wiederholten Teilnehmende den Satz „Ich bin ein liebenswerter Mensch“. Menschen mit geringem Selbstwert fühlten sich danach schlechter als jene, die den Satz nicht wiederholten. Menschen mit hohem Selbstwert fühlten sich etwas besser, allerdings nur in begrenztem Maß. Solche Sätze können also gerade bei jenen nach hinten losgehen, die sie am ehesten zu brauchen scheinen.

Das Gesundheitsportal nennt zur Stärkung des Selbstbewusstseins einen anderen Weg. Negative Gedankenmuster werden hinterfragt, und man schreibt auf, was man tatsächlich gut kann, etwa „Ich kann gut kochen“.

Was bedeutet Selbstbestätigung in der Psychologie?

In der Sozialpsychologie meint Selbstbestätigung (englisch self-affirmation) etwas anderes. Dabei schreiben Menschen meist über persönliche Werte, die ihnen besonders wichtig sind. Das soll die Abwehr gegen bedrohliche Informationen verringern, etwa gegen Gesundheitswarnungen.

Zwei Übersichtsarbeiten von 2015 fanden kleine Effekte auf Vorsätze und späteres Gesundheitsverhalten. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt laut einer weiteren Auswertung von den Umständen ab. Mehr zur Arbeit mit eigenen Werten steht im Glossarbegriff „Wertearbeit“.

Wo liegen die Grenzen?

Hält ein geringes Selbstbewusstsein länger an und erschwert den Alltag, verweist das Gesundheitsportal auf Anlaufstellen für die Psyche.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (7)