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Tuina-Massage

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Auf den Punkt gebracht

Tuina ist eine Massageform aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Behandelt wird mit Drücken, Reiben, Ziehen und Kneifen der Weichteile, manchmal auch mit Drehungen von Armen und Beinen. Studien deuten auf eine Linderung von Schmerzen hin, ihre Aussagekraft ist aber gering.

Was ist Tuina?

Tuina ist eine manuelle Behandlung, die zu den Massageformen der chinesischen Medizin zählt. Das chinesische Wort 推拿 (tuī ná) setzt sich aus den Zeichen für „schieben“ und „halten“ oder „greifen“ zusammen. In China ist Tuina weit verbreitet, in asiatischen Ländern wird sie auch bei Rückenschmerzen häufig empfohlen. In Korea ist eine verwandte Handgrifftherapie unter dem Namen Chuna bekannt.

Der chinesischen Medizin liegt die Vorstellung zugrunde, dass Massagen den Energiefluss im Körper verbessern. Nach einer Übersichtsarbeit sollen die Handgriffe der Tuina Schmerzen verringern und zugleich auf die zugrunde liegende Erkrankung einwirken.

Wie läuft eine Tuina-Behandlung ab?

Eine Behandlung besteht aus einer Reihe von Handgriffen an Muskeln und anderen Weichteilen. Dazu gehören Drücken, Reiben, Ziehen und Kneifen, teils kommen Drehungen oder gezielte Bewegungen der Gliedmaßen hinzu. Welche Techniken kombiniert werden und wie lange und wie oft behandelt wird, ist sehr unterschiedlich. Das erschwert auch den Vergleich von Studien.

Was sagt die Forschung?

Untersucht wurde Tuina unter anderem bei Schmerzen des Bewegungsapparats. Eine Übersichtsarbeit von 2023 wertete 15 Studien mit 1390 Menschen mit chronischen, unspezifischen Kreuzschmerzen aus. Tuina linderte Schmerzen und verbesserte die körperliche Funktionsfähigkeit, nicht aber die Lebensqualität. Die Aussagekraft war für alle Fragen gering, weil die Studien methodische Schwächen hatten.

Eine ältere Übersichtsarbeit zu Erkrankungen des Bewegungsapparats kam zu einem günstigen Ergebnis bei Schmerzen. Auch sie forderte aber hochwertige Studien mit Scheinbehandlung, um die Wirkung zu bestätigen. Für Spannungskopfschmerzen fand eine Übersicht von 2021 eine gewisse Wirkung, bei geringer Qualität der Studien.

Unabhängig von der Massageform gilt laut IQWiG: Massagen sind bei chronischen Rückenschmerzen nicht gut untersucht. Sie scheinen die Beschwerden vorübergehend etwas lindern zu können, eine längerfristige Wirkung ist aber nicht nachgewiesen.

Worauf ist zu achten?

In der Übersicht zu Kreuzschmerzen berichteten nur sechs Studien über unerwünschte Wirkungen, schwere traten nicht auf. Bei Massagen allgemein sind leichtes Unwohlsein oder eine vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden möglich. Bei erhöhter Blutungsneigung können Blutergüsse entstehen. Auf Knochen mit Osteoporose oder mit Absiedelungen einer Krebserkrankung darf kein direkter Druck ausgeübt werden.

In Österreich arbeiten gewerbliche Masseur:innen zur Steigerung des Wohlbefindens und nicht zu therapeutischen Zwecken. Massagen zu Heilzwecken führen medizinische Masseur:innen und Heilmasseur:innen durch, dafür braucht es immer eine ärztliche Diagnose und Anordnung. Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (10)