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Breuss-Massage

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Auf den Punkt gebracht

Die Breuss-Massage ist eine Rückenmassage, bei der Johanniskrautöl entlang der Wirbelsäule eingestrichen wird. Benannt ist sie nach Rudolf Breuss. Unter dem Namen Dorn-Breuss-Methode wird sie mit der Dorn-Methode verbunden. In der medizinischen Fachliteratur finden sich keine Studien, die eine Wirkung belegen.

Was ist die Breuss-Massage?

Die Breuss-Massage ist eine Massage des Rückens, die sich an der Wirbelsäule orientiert. In einer Anfrage an die Wirtschaftskammer wird der Ablauf der Dorn-Breuss-Methode so beschrieben: Die behandelte Person bewegt sich. Währenddessen streicht die behandelnde Person Johanniskrautöl von oben nach unten entlang der Wirbelsäule.

Das Öl ist damit ein fester Bestandteil der Methode. Gerade daran knüpft auch die rechtliche Einordnung in Österreich an, die weiter unten beschrieben ist.

Woher kommt die Breuss-Massage?

Die Massage trägt den Namen von Rudolf Breuss (1899–1990). Bekannt ist sein Name außerdem durch die Breuss-Kur, die zu den sogenannten Krebsdiäten gezählt wird.

Für diese Kur fehlen wissenschaftliche Belege. Eine Übersichtsarbeit in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift untersuchte verbreitete Krebsdiäten, darunter die Breuss-Kur. Sie fand keine klinische Studie mit positiven Ergebnissen für das Überleben, wohl aber Hinweise auf Mangelernährung und Nebenwirkungen. Die Autor:innen empfehlen, Krebskranke vor solchen Diäten zu warnen.

Wie hängen Breuss-Massage und Dorn-Methode zusammen?

Der erste Teil des Namens Dorn-Breuss-Methode verweist auf die Dorn-Methode. Sie geht auf Dieter Dorn zurück und entstand in den 1970er-Jahren in Deutschland.

Bei der Dorn-Methode üben Behandelnde leichten Druck auf die Wirbelsäule aus, während die behandelte Person sich bewegt. Nach der Vorstellung der Methode sollen so Fehlstellungen von Wirbeln und Gelenken korrigiert werden. In der medizinischen Fachliteratur findet sich dazu vor allem ein einzelner Fallbericht. Aus ihm lassen sich laut den Autor:innen keine allgemeinen Schlüsse ziehen.

Wer darf die Breuss-Massage in Österreich anbieten?

Nach Einschätzung der Wirtschaftskammer setzt die Dorn-Breuss-Methode zumindest die Kenntnisse des Masseurgewerbes voraus. Als Grund nennt sie das Streichen am Körper und das Johanniskrautöl, dem über die Gleitwirkung hinaus pharmakologische Eigenschaften zuzuschreiben seien.

Gewerbliche Masseur:innen dürfen allerdings nur an gesunden Menschen arbeiten und nicht zu Heilzwecken massieren. Massagen zu Heilzwecken brauchen eine ärztliche Diagnose und Anordnung und sind Heilmasseur:innen sowie medizinischen Masseur:innen vorbehalten. Rückenbeschwerden, die behandelt werden sollen, brauchen damit zuerst eine ärztliche Abklärung.

Wo liegen die Grenzen?

In der medizinischen Fachdatenbank PubMed findet sich zur Breuss-Massage kein einziger Eintrag, also auch keine Studie, die eine Wirkung zeigt.

Zu bedenken ist außerdem das Öl. Johanniskraut kann laut MSD Manual die Haut empfindlicher für Sonnenstrahlen machen, besonders zusammen mit Medikamenten, die selbst lichtempfindlich machen. Diese Angaben beziehen sich auf Johanniskraut allgemein. Wer solche Medikamente nimmt, kann vor der Massage in der Apotheke oder ärztlich nachfragen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

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Quellen (7)