Die Aviva-Methode ist ein Übungsprogramm aus festgelegten Bewegungsfolgen, das sich vor allem an Frauen richtet und den Beckenbereich einbezieht. Entwickelt hat sie die aus Budapest stammende Aviva Steiner. Die Schule verbindet damit Erwartungen an Zyklus und Fruchtbarkeit, aussagekräftige Studien dazu fehlen.
Was ist die Aviva-Methode?
Die Aviva-Methode besteht laut Selbstdarstellung aus genau aufgebauten Bewegungsfolgen, die sich auf Hüften und Unterbauch konzentrieren. Nach einer Einführung lassen sich die Übungen zu Hause durchführen. In einer Studie bestand das Programm aus rund 18 Übungen mit Musik, 30 Minuten lang und von leichter bis mittlerer Intensität. Die meisten Übungen werden im Stehen gemacht, etwa Schritte zur Seite, über Kreuz oder vor und zurück, Drehungen des Oberkörpers und Kreisen der Arme. Einige folgen im Sitzen und Liegen.
Woher kommt die Methode?
Aviva Steiner wurde laut Selbstdarstellung 1930 in Budapest geboren und kam 1946 nach Israel. Sie tanzte, studierte Leibeserziehung und arbeitete in den 1950er-Jahren als Assistentin in der Physiotherapie. In Kursen für Frauen entwickelte sie Aufwärmübungen, aus denen die Methode entstand. Heute verbreitet ein Informationszentrum, das eine ihrer Schülerinnen gegründet hat, die Methode.
Was sagt die Forschung?
Die Schule selbst gibt an, dass zwei frühere Untersuchungen weder veröffentlicht noch statistisch ausgewertet wurden. Zwei kleine Beobachtungsstudien aus Ungarn untersuchten Frauen mit Regelschmerzen ohne organische Ursache. In der ersten Studie, die einen Zyklus lang beobachtete, unterschieden sich die Schmerzen nicht von der Vergleichsgruppe. In der zweiten Studie über zwei Zyklen gaben die Übenden weniger Schmerzen an als die Vergleichsgruppe. Die Autor:innen bezeichnen ihre Ergebnisse als vorläufig. An der zweiten Studie war eine Aviva-Stiftung beteiligt. Für die von der Schule genannten Wirkungen auf Fruchtbarkeit und Hormone nennt die Schule selbst keine veröffentlichte klinische Studie, sondern nur eine geplante Pilotstudie. Eine bessere Durchblutung der Gebärmutter, wie sie die Schule annimmt, zeigte sich in der ersten Studie nicht.
Starke Regelschmerzen sollten laut Gesundheitsportal in jedem Fall frauenärztlich abgeklärt werden.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.
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