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Authentizität

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Auf den Punkt gebracht

Authentizität bedeutet Echtheit und Glaubwürdigkeit. In der Psychologie heißt authentisch sein, so zu handeln und sich auszudrücken, wie es den eigenen Gedanken, Gefühlen, Bedürfnissen und Werten entspricht. In der Personzentrierten Psychotherapie ist von Echtheit oder Kongruenz die Rede.

Woher kommt das Wort?

Das Wort geht auf das griechische authentikós zurück. Es bedeutete ursprünglich „zum Urheber einer Tat in Beziehung stehend“ und daher „original, zuverlässig, maßgebend“. Der erste Wortteil autós heißt „selbst, eigen“. Zunächst bezog sich das Wort vor allem auf Schriftstücke, etwa auf die eigenhändige Fassung im Gegensatz zur Abschrift. Im Deutschen ist „authentisch“ seit dem 16. Jahrhundert belegt, „Authentizität“ seit der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Was bedeutet Authentizität in der Psychologie?

Authentisch zu sein heißt laut Fachlexikon, sich gemäß seinem „wahren Selbst“ auszudrücken und zu handeln. Das setzt Selbstkenntnis voraus. Die Handlungen kommen aus der eigenen Person und werden nicht von äußeren Einflüssen bestimmt. Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich in Beziehungen offen so zu zeigen.

Authentisch sein heißt aber nicht, sich überall gleich zu verhalten. Wer sich in verschiedenen sozialen Rollen unterschiedlich gibt, kann trotzdem authentisch sein.

In der Personzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers heißt Echtheit auch Kongruenz. Gemeint ist dort unter anderem ein widerspruchsfreies, aufrichtiges Kommunizieren der Therapeut:in. Mehr dazu steht in den Glossarbegriffen „Personzentrierte Psychotherapie“ und „Inkongruenz“.

Wo liegen die Grenzen?

In der Fachwelt ist umstritten, ob Authentizität an sich etwas Positives ist oder ob auch ungünstige und krankhafte Verhaltensweisen authentisch sein können. Diskutiert wird außerdem, ob sich das innere Erleben überhaupt vollständig ausdrücken lässt. Dafür braucht es nämlich die Fähigkeit, sich selbst zu beobachten und das Erlebte in Worte zu fassen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (5)