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Balinesische Massage

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Auf den Punkt gebracht

Die balinesische Massage beruft sich auf Überlieferungen der indonesischen Insel Bali. Dort ist Massage ein Teil der traditionellen Heilkunde, die Usada genannt wird. Dazu gehören auch Heilpflanzen und überlieferte Texte auf Palmblättern.

Was ist Usada?

Usada ist die traditionelle Heilkunde Balis und gilt dort als Teil der eigenen Kultur. Ihr Wissen ist auf Palmblatt-Handschriften festgehalten, die Lontar heißen. Diese enthalten neben religiösen und philosophischen Lehren auch Texte über den Körperbau, über Krankheiten, Arzneipflanzen und Behandlungen.

Traditionelle Heilkundige heißen auf Bali Balian. Eine Fachpublikation nennt vier Wege, auf denen sie zu ihrem Wissen kommen. Eine formale Schule gibt es dafür nicht. Gelernt wird im Austausch zwischen Lehrer:in und Schüler:in, am Ende steht eine Einweihungszeremonie.

Welche Rolle spielt Massage auf Bali?

Massage, in den Lontar-Texten „uut“ genannt, ist eine der überlieferten Behandlungsformen. Eine Auswertung der Lontar-Texte nennt sie etwa als eine von drei Techniken bei rheumatischen Beschwerden, neben Heilpflanzen und einem weiteren Verfahren.

Auch im Alltag ist Massage verbreitet. In einer Befragung von 425 Menschen aus der Gemeinde Ubud gehörte sie mit rund einem Drittel zu den am häufigsten genutzten Verfahren der Selbstfürsorge. Noch häufiger griffen die Befragten zu traditionellen balinesischen Hausmitteln.

Was gilt in Österreich, und worauf ist zu achten?

In Österreich ist Massage zur Steigerung des Wohlbefindens ein Gewerbe. Gewerbliche Masseur:innen arbeiten laut Wirtschaftskammer nicht zu therapeutischen Zwecken. Für Massagen allgemein nennt das MSD Manual zwei Vorsichtsregeln: Auf Knochen mit Osteoporose oder Krebsabsiedelungen darf kein direkter Druck ausgeübt werden, und bei erhöhter Blutungsneigung sind Blutergüsse und Blutungen möglich. Krankheiten festzustellen und zu behandeln ist in Österreich vor allem Ärzt:innen vorbehalten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.

Quellen (6)