Anatomie ist die Wissenschaft vom Bau des Körpers und seiner Organe, meist mit Blick auf den Menschen. Das Wort bezeichnet auch den Aufbau selbst, etwa in der Wendung „die Anatomie des Menschen“. In Österreich ist sie ein eigenes ärztliches Sonderfach und gehört auch zur Ausbildung von Gesundheitsberufen wie der medizinischen Massage.
Was ist Anatomie?
Anatomie beschreibt, wie ein Körper gebaut ist. Das Wort kommt über das Spätlateinische vom griechischen anatomía, das auf anatémnein für „aufschneiden, sezieren“ zurückgeht. Im weiteren Sinn befasst sich die Anatomie als Zweig der Biologie mit dem Bau aller Lebewesen.
Eng verwandt sind zwei weitere Fächer. Die Physiologie erforscht die Lebensvorgänge, also wie der Körper funktioniert. Die Histologie untersucht die Gewebe und damit den feinen Bau, der erst unter dem Mikroskop sichtbar wird.
Woher kommt die moderne Anatomie?
Als Begründer der modernen Anatomie gilt Andreas Vesalius aus Brüssel, der von 1514 bis 1564 lebte. Sein Werk „De humani corporis fabrica“ erschien 1543. Es beschrieb den menschlichen Körper systematisch und so, wie er sich beim Sezieren tatsächlich zeigte. Damit stellte Vesalius die überlieferte Lehre Galens in Frage.
Wo spielt Anatomie in Österreich eine Rolle?
Das ärztliche Sonderfach Anatomie umfasst laut Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung die Lehre vom normalen Bau und Zustand des Körpers mit seinen Geweben und Organen. Auch außerhalb der Ärzteschaft ist Anatomie Pflichtstoff. So gehört das Fach „Anatomie und Physiologie“ zum ersten Ausbildungsmodul für medizinische Masseur:innen, im zweiten Modul wird spezielle Anatomie vertieft.
Wichtiger Hinweis
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung oder ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie stets qualifizierte Spezialist:innen konsultieren.